Vienna City Marathon 2018 #VCM18

Zack, da wars mal wieder soweit. 12 Wochen Vorbereitung um, alles nur für 42,195 km Rennerei durch Wien. Rund 720 Trainings-km waren durchwachsen verteilt. Auf eine gute Woche folgte meist eine weniger gute und in der ganzen Zeit fehlten irgendwie die etwas längeren Läufe im angepeilten Marathontempo. Die Wettervorhersage tat ihr übriges, es sollte einer der wärmsten VCMs der Geschichte werden.
All das ließ mich etwas skeptisch am Start stehen und hinauf zur Reichsbrücke blicken, zusammen mit meinen Kollegen Steffen, Tobias und Darryl. Nach dem Startschuss erstmal der normale Slalomlauf Reichsbrücke Hoch, Runter und rein in den Prater zusammen mit all den anderen Marathonis, Staffel und Halbmarathon Läufern. Und hier, bei schattigen 17°C war Steffen und mir schon klar, dass das Unterfangen heute Sub3 zu laufen wohl etwas schwierig bis unmöglich für uns wird. Wir liefen trotzdem die ersten 5 km in 21:14, was ziemlich genau im Plan lag. Auch die Schüttelstrasse ließ sich noch gut laufen, bei der Verpflegung nach 10 km kam allerdings schon mein erster persönlicher Rückschlag. Jemand hatte meine erste Eigenverpflegung bereits mitgenommen. So blieb mir nur der Zeitverlust beim Suchen und ein kleiner Becher blaues Powerrade. Na toll. Weiter ging’s trotzdem, mit etwas Wut im Bauch ein Stück über den Ring und dann an der Staatsoper links weg Richtung Naschmarkt. Dort erwartete mich Basti zum Anfeuern. Im pinken TeamUltraKitty Shirt schickte er mich mit den besten Wünschen auf die heiße Wienzeile. Hier manifestierte sich bereits der Gedanke, mich von den Sub3 zu verabschieden. Es war zu heiß, kein kühlender Wind, kein Schatten. Das zehrt. Wenigstens klappte die Eigenverpflegung nun bei KM 15 wieder. Sonst wäre ich wahrscheinlich gleich hier raus. In der ersten Wechselzone der Staffeln wars zu dieser Zeit noch recht ruhig und so liefen wir die äußere Mariahilfer Str. hinauf. Wieder in der Sonne und nun auch noch Bergauf. Jetzt stiegen die Kilometerzeiten auch deutlich über die angepeilten 4:15 min/km und bis zur Halbmarathon Marke sammelten wir schon 30 Sekunden plus auf die 3 Stunden Marke ein und für den angepeilten waren wir schon 50 sec Verspätung. Eine Hypothek, die sich nicht mehr aufholen ließ bei diesen Bedingungen. Und so nahm ich etwas den Fuß vom Gas und bemühte mich, die Kilometerzeiten wenigstens nicht über 5 min/km steigen zu lassen. Das ging dann auch ganz gut. Am Donaukanal liefen nun viele Läufer auf den Gehsteigen um möglichst viel Schatten abzubekommen und ich orientierte mich an einem anderen Läufer, der offensichtlich auch zu kämpfen hatte und immer mal ein bisschen vor oder hinter mir war. Zum Schluss sollte sich herausstellen, er hielt es mit mir genauso :-D.
Ich kann mich jedenfalls an keinen meiner bisher 7 VCMs erinnern, an dem ich so froh war, ein zweites mal im Prater zu sein. Hier war es wenigsten schattig und nicht ganz so heiß. und so hielt ich hier ziemlich locker meine Zwischenzeiten um die 4:35 min/km. Auf der Schleife beim Stadion sah ich noch einmal Steffen, dessen Beine anscheinend etwas besser funktionierten als meine. Bei der Verpflegung bei KM 30 gabs dann den ersten verdünnten Red Bull und damit noch mal ein paar kleine Flügel richtung Lusthaus. Einmal rundherum und dann ging es wirklich heimwärts, langsam aber sicher Richtung Ziel. Noch 2 km Hauptallee, und dann dank neuer Streckenführung weiter im Schatten auf der Rustenschacherallee. Der Rest war dann Schaulaufen. Bei KM 40 das obligatorische Cola, ein becher Wasser hinterher zum Gesicht waschen um dann beim Zieleinlauf auch ordentlich auszusehen. Ist mir gelungen. Und mit 3:08:34 konnte sich die Zeit dann für diese Verhältnisse auch einigermaßen sehen lassen. Das wars dann auch schon wieder. VCM Nr 8 (oder Nr 9, wenn man den doppelten letztes Jahr auch doppelt zählt) war damit Geschichte. Hier noch die der Lauf auf Runnalyze.

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