Transalpine Run 2015 Tag 6

Heute war wieder eine ordentliche Etappe am Plan. Von Samnaun nach Scoul über 37,1 km, 2064 Höhenmeter im Aufstieg und 2690 im Abstieg. Der Wetterbericht war gar nicht rosig, vereinzelt fiel sogar das Wort „Schnee“. Also ganz tief in die große TAR Tasche hinab getaucht und die Winterwäsche raus geholt. Lange Hose, eh klar, langes Schirt, sicher. Jacke, Handschuhe und Mütze griffbereit. Vor dem Einchecken noch schnell ein paar Späße mit den Läuferkollegen und den Physiomädels gemacht und ab in den Startblock. Ich bin jetzt schon sicher, das wird mir demnächst fehlen. Der Wetterbericht wurde noch einmal zum besseren korrigiert und so machten wir uns nach dem pünktlichen Startschuss frohen Mutes auf, hinauf zum Zeblasjoch. 710 Höhenmeter auf 5,7 km. Genau das richtige zum warm werden. Und heute merkte ich schon, das wird ein guter Tag für die Raxenbrothers. Es war gleich Zug drin, nichts tat weh, alles lief locker. So muss das sein. Bald erreichten wir das Zeblasjoch und damit auch die erste Verpflegung. Wir hielten uns gar nicht lang auf und gingen gleich weiter zum höchsten Punkt des Tages, der Fuorcla Val Gronda. Die Gegend war heute wirklich ein Wahnsinn, dazu die Wolken, die Läufer, die gute Tagesform. Ein fantastischer Tag auf den Trails. Der, trotz Matsch, recht gut zu laufende 350 Höhenmeter Abstieg brachte uns dann sehr bald an den Aufstieg zum Fimberpass. Da wars dann ganz schön zapfig und so machten wir uns schleunigst hinunter auf den Weg zu V2. Der Downhill war knackig aber top zu laufen, die Verpflegung wiedermal erstklassig, aber die Zeit sie zu genießen viel zu kurz. Irgendwie gehts ja doch auch um die Zeit bei dieser Veranstaltung. Also auf zum letzten Anstieg des Tages, 8km und 900 Höhenmeter hinauf zur Furcola Champatsch. Erst gemütlich über Forststrasse und Almen, im letzten Abschnitt aber richtig fies steil. Geil! Der Hammer des Tages war allerdings der 1500 Höhenmeter Abstieg nach Scoul. Als ich Basti nach etwa 4km und 500 Höhenmetern Downhill sagte, dass noch 6km mit 1000 Höhenmetern vor uns liegen brach er in hysterisches Gelächter aus. Naja, was soll man machen? Wir haben ja ein Hotel gebucht. Also runter mit uns. Nach 6h02min erreichten wir heute als 104tes Team das Ziel. Läuft immer besser für uns.
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