The Crystal Frontier

Ein Trail der Extraklasse stand heute auf dem Programm. Seit Herbst letzten Jahres spukte Sebastian und mir schon ein Variante dieses Laufes in den Köpfen herum. Die Planungen starteten Dienstag diese Woche und Zack, Samstag sind wir unterwegs. Zu einer gemäßigten Startzeit, 10:45 Uhr, machten wir uns in Alterlaa auf den Weg. Zuerst per U-Bahn Richtung Heiligenstadt. Dort angekommen startete der Spaß mit einer lockeren 3 km Anreise an die wohlbekannte Nase. Gleich ein Highlight zum Start. Und wir sind gleich rauf wie die Hirsche. Unter 13 min, schon mal eine Ansage. Mein Begleiter Sebastian ist fit, soviel steht fest. Und ich hab die 48 km vom letzten Sonntag noch gemerkt. Alter, was für ein Spaß. Vor uns lagen noch gut ein Marathon und 800 Höhenemeter. Kein Pappenstiel. Auf den nächsten Kilometern Richtung Hermannskogel, mit 542 Metern über Adria der höchste Punkt des heutigen Laufes, war erstmal ein bisschen blabla und Beine ausschütteln angesagt. Bei bestem Laufwetter standen wir nach gut einer Stunde vor den 100 steilen Höhenmetern zum Hermannskogel. Hinauf gings hier noch im Laufschritt im Bärlauchduft. Über die Sophienalpe, immer entlang der Grenze zwischen Wien und Niederösterreich, der Crystal Frontier, gings zurück in die Zivilisation nach Hütteldorf. Höhenmetermäßig waren wir schon gut dabei. Streckenmäßig hatten wir hier erst die Hälfte. Vorbei am Bahnhof Hütteldorf, von dem Verlockend die U4 Richtung Heimat gefahren wäre, machten wir uns auf dein Lainzer Tiergarten noch halb zu umrunden. Zaach wars, entlang der Westausfahrt, die Höhenmeter, der herrschende Gegenwind und die Trainings der letzten Tage machten sich nun langsam bemerkbar. Und dann war auch noch der Trinkbrunnen am Pulverstampftor noch nicht offen und wir mussten mit unserer Eigenverpflegung haushalten. Wieder auf bekannten Pfaden gings Richtung letzten ernsthaften Anstieg des Tages, hinauf zum Dreihufeisenberg. Noch einmal 300 Höhenmeter, und die Beine wurden schwerer und schwerer. So schwer, das wir die steilsten Passagen gegangen sind. Es war so steil, das mein Puls kurzzeitig sogar höher war als der von Basti. Unglaublich. Über 175 bpm. Wahnsinn das ich solche höhen noch erreichen kann. Nach dieser Tortour wussten wir, jetzt geht’s eigentlich nur noch bergab. Eigentlich. Ein paar kleinere Steigungen waren noch zu überwinden auf unserem Weg Richtung Kalksburg, und jede tat ziemlich weh. Sogar auf meinen Notfall-RedBull mussten wir zurückgreifen. Sooo köstlich. Aber da merkkt man es halt Höhenmeter sind keinesfalls zu unterschätzen. Nicht das wir das hätten, aber bei solchen Läufen brauchts einfach auch Verpflegung 🙂 Ja, was bleibt noch zu sagen, deer Weg von Kalksburg an der Liesing entlang bis zu mir nach Hause war mehr oder weniger Auslaufen.
Ein wahnsinnig geiler Lauf rund um halb Wien. Vielen Dank hier an Basti, der sofort Feuer und Flamme war für meinen Vorschlag und mit dem es heute ein Riesenspaß gemacht hat diesen Lauf zu absolvieren.
Prädikat UltraKitty möchte ich sagen.

Hier die Daten von heute: 46,21 km 4:49:52 (6:16 min/km 9,6 km/h) Ø HF: 141 bpm

Hier noch das Höhenprofil. Schon geil die Nase am Anfang 🙂

Hier noch die Burschen die das ganze gerockt haben.
Und zu allerletzt noch der Soundtrack zu diesem Trail

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