Mein Laufjahr 2016

Nach dem unglaublichen Jahr 2015 war mir schon klar, dass 2016 das nur schwer topen kann. Trotzdem ist es mir in einigen Bereichen gelungen. Hier erstmal das Jahr in Zahlen: 2016 bin ich gesamt 3552 km (2015: 3864 km) in 208 Einheiten (2015: 207) gelaufen. Gebraucht habe ich dafür 13d 04:53:27 und habe dabei 39581 Höhenmeter zurückgelegt (2015: 15d 21:56:52; 75000 Höhenmeter). Dabei bin ich in Training oder Wettkampf 14 mal die Marathondistanz oder weiter gelaufen (2015: 12).
Seit ich seit 2009 mit dem Laufen begonnen habe ist das also das erste Jahr, in dem ich nicht mehr Kilometer gelaufen bin als im Jahr zuvor. Aber das war mir schon vorher klar. Aber der Reihe nach, schließlich gab es auch heuer wieder zahlreiche Highlights, die es lohnt Revue passieren zu lassen.

Da war zum ersten mal der Ultramarathon des RLT Rodgau am 30.01. Das Training lief super und so startete ich einen Harakiri Lauf, bei dem ich zum Schluß zwar etwas bezahlte, mit dessem Ergebnis ich aber doch mehr als zufrieden war. Und bei dem ich dank meiner Teammitglieder Gunter und Peter sogar auf das Podest klettern durfte. Der dritte Platz in der Mannschaftswertung für das Team #Ultrakitty war der Lohn unserer Mühen. Hier noch der gesamte Beitrag, falls ihr noch genau wissen wollt wie das war, damals in Rodgau 😀

Das nächste Highlight war ein gänzlich ungeplantes. Irgendwie bin ich via Twitter in einen 6h Lauf in Lassee geschlittert. Hauptverantwortlich zeichnete sich hier Demeter, der mich dann auch immerhin begleitete. In die ewige deutsch Bestenliste im 6h Lauf aufgenommen zu werden stand allerdings schon lange auf meinet To-Do-Liste. Also Los. 6h im Kreis und 72,644 km später war auch dieses Ziel erledigt. Im Moment (31.12.2016) bedeutet das Platz 202 in der ewigen deutschen Rangliste und Platz 26 in der Rangliste im Jahr 2016. Ganz nebenbei konnte ich in Lassee meinen ersten Altersklassensieg feiern und wurde insgesamt in einem sehr starken Feld 9. Wer es noch genauer wissen will, hier ist der Bericht vom 6h Lauf in Lassee.

Auch im Marathon bewegte sich etwas in diesem Jahr. Zusammen mit Dominik und Gunter gab es einen Bestzeitversuch beim Linzmarathon. Trotz nicht optimaler Marathonvorbereitung und auch suboptimaler Renntaktik konnte ich meine Marathonbestzeit auf 2:56:42 drücken. Eine Zeit die wahrscheinlich etwas länger Bestand hat. Im Moment verspüre ich keine Lust, die noch weiter zu verbessern. Das brutale Rennen in Linz kostete mir auch dann noch meinen 7. Wien Marathon in Folge. Aufgrund von Überlastung musste ich nämlich etwas pausieren. Wie es genau dazu kam könnt ihr hier nachlesen.

Das richtige Frühjahrs-Highlight fand dieses Jahr in Innsbruck statt. Ende April stand ich beim Innsbruck Alpine Trailrunning Festival an der Startlinie des 85k Scott Heart of the Alps Utra. Eine super organisierte Veranstaltung bei bestem Wetter die wirklich richtig viel Spaß gemacht hat. Gleichzeitig war das auch mein längster Lauf in dieser Saison mit 90 km auf meiner Suunto Uhr. Genaueres hier

Gleich eine Woche später stieg zum ersten mal der Wings for Life Worldrun in Wien. Klar waren wir da dabei. Zuerst zusammen mit Gunter und Maria, dann nur noch mit Gunter und zum Schluß alleine wurde ich vom Catcher Car nach 36,19 km eingeholt. Irgendwann mach ich den mal im Ernst. Das Format macht jedenfalls Riesenspaß. Hier könnt ihr nachlesen wie viel.

Das war dann der Abschluß des Frühjahrs, was danach kam war eher zum vergessen. Zumindest wettkampfmäßig. Geplant war eigentlich als Herbst-Höhepunkt der Wörthersee Trailmaniak Superior. Das Training lief auch ziemlich gut. Ich konnte in der Peakwoche des Trainingsplans eine 180 km Woche hinlegen, abgesehen vom Transalpine Run 2015 meine umfangreichste Woche ever. Hier die Zusammenfassung davon. Aber kurz vor dem Wettkampf, um genau zu sein 8 Tage davor, stolperte ich und verletzte mich dabei so stark, dass ich am Wörthersee mein allererstes DNF ablieferte. Genaueres dazu hier.

Ein Ersatz musste her und war auch schnell gefunden. Wien Rundumadum wie im letzten Jahr. Direkt vor der Haustür und ohne große Logistik spontan zu erledigen. In der Vorbereitung darauf absolvierte ich dann auch zum ersten Mal den Krebsforschungslauf und konnte mich mit 31 Runden unter den besten 5 Teilnehmern klassieren. Wie das genau vonstatten ging könnt ihr hier noch mal nachlesen. Aber auch Rundumadum fiel der Gesundheit zum Opfer. Diesmal nicht meiner eigenen, aber egal. Ich stand jedenfalls nicht am Start und muss in diesem Jahr ohne 100er auskommen. Nicht so schlimm. Aber trotzdem hatte ich nach der verpassten Teilnahme ein kleines Tief. Im November zockelte ich so vor mich hin und hatte nicht richtig Motivation zu trainieren. Zum Glück kam mir eines Tages die Idee der Adventsmarathons. An jedem Adventssonntag je einen Marathon an einem Laufhotspot in Wien. Zusätzlich noch der #Marcothon wie in den Jahren zuvor. Das motivierte mich wieder. Die Blogbeiträge zu den Adventsmarathons gibts hier, hier und hier.
Der Marcothon lief dann auch noch ganz gut. Trotz oder wegen der Marathons, keine Ahnung. Jedenfalls sind 401 km zusammengekommen. Der 3. 400er Monat in diesem Jahr.

Was gibts noch zu sagen? Ich bin wieder viele viele Kilometer zusammen mit lieben Lauffreunden gelaufen, dafür bin ich sehr dankbar. Und auf die Gefahr hin, dass ich einen vergesse bedanke ich mich einfach pauschal bei allen. DANKE.

Jetzt bleibt mir nur noch euch einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Feiert nicht zu hart. Morgen ist Sonntag. Longjog steht an.

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