Mein Laufjahr 2013

Das vierte Jahr meine Laufkarriere war ein fantastisches Jahr. Ein paar der Höhepunkte möchte ich in meinem ganz persönlichen Jahresrückblick noch einmal Revue passieren lassen.

Zuerst einmal die statistischen Daten. Mit einer Jahreskilometerleistung von 2548 km (2012: 2413 km) habe ich das letzte Jahr noch einmal um 135 km überboten. Gebraucht habe ich dafür in diesem Jahr 9 Tage, 10 Stunden und 28 Minuten (2012: 8 Tage 21 Stunden 54 Minuten) was einer durchschnittliche Pace von 5:20 min/km entspricht (2012: 5:19 min/km). Das ganze passierte in 159 Einheiten (2012: 175) und damit ergibt sich, dass ich in 2013 alle 2,30 Tage 16,03 km gelaufen bin. (2012: 13,79 km alle 2,1 Tage) Die alljährliche Statistik, wo ich wie viel gelaufen bin muss ich in diesem Jahr leider schuldig bleiben. Meine Trainingssoftware Runalyze hält zwar Strecken nach, kann aber das ganze nicht jährlich auswerten. Schade, mir wurde aber vom Entwickler versprochen er werde das nachbessern 😉

Kommen wir nun zu den Highlights des Laufjahres, in diesem Jahr nicht ausschließlich Wettkämpfe.

Wollte ich im letzten Jahr zu diesem Zeitpunkt in 2013 nicht auf Bestzeitenjagd auf der Marathon- und Halbmarathondistanz gehen, blicke ich nun auf ein Jahr zurück, das gleich 3 davon auf diesen Distanzen zu bieten hatte. Aber der Reihe nach.

Als obligatorischen Vorbereitungswettkampf für den VCM bestritt ich auch in diesem Jahr wieder den Wienenergie Halbmarathon. Das Training bis dahin lief gut, ich fühlte mich gut und auch bei nicht ganz optimalen Bedingungen hieß es für mich Vollgas. Herausgekommen ist dabei meine aktuelle Halbmarathon Bestzeit von 1:26:04 (4:05 min/km). Hier noch der Link zum Bolgeintrag von damals.

Voller Selbstvertrauen ging es dann in den Vienna City Marathon. Und wegen der starken Halbmarathonzeit entschloss ich mich kurzfristig doch die sub3 anzugehen. Ich bin knapp gescheitert, auch wegen mehrer dilettantischer Anfängerfehler. Eine persönliche Marathon Bestzeit ist trotzdem dabei raus gekommen. 3:01:15. Wer mein Leiden noch einmal nacherleben möchte, kann das hier tun.

Nach einem unglaublich umfangreichem Mai (321 km) folgte ein wirklicher Höhepunkt des Jahres, mein Debüt als Ultraläufer, der 6h Lauf in Wien. Mein erster Ultra, und ich wurde gleich 7. und durfte als letzter zu Siegerehrung. Mit 64,879 km in 6h kann ich da auf einen mehr als respektablen Einstig in die Ultra-Szene zurückblicken. Hat Spaß gemacht. Zum Nachlesen hier.

Ein gewonnener Startplatz machte dann meine ganze Herbstplanung zunichte. Beim VCM Gewinnspiel zum Berlinmarathon war ich einer der glücklichen Gewinner. Mein Versuch den Startplatz an einen Kollegen aus dem Twitterlauftreff weiterzugeben scheiterte und so musste ich selbst laufen und mich ein zweites mal in diesem Jahr in eine schnelle Marathonvorbereitung stürzen. Alles lief nicht optimal, 55 km im Schnitt in den 12 Wochen vor Berlin, keine guten Voraussetzungen für einen erfolgreichen sub3 Versuch. Aber frei nach Steve „Pre“ Prefontaine: „The only good pace is suicide pace, and today’s a good day to die“ habe ich es bei perfekten >Bedingungenhier.

Das waren meine Wettkämpfe. Super Leistungen, alles tolle Erlebnisse, ohne Frage. Das wirklich wirklich große Highlight, das dieses Jahr wirklich zu etwas besonderem macht, sind die Leute aus dem Twitterlauftreff, die ich in diesem Jahr persönlich kennen lernen durfte. Ich möchte sie euch heute kurz vorstellen.

Da wäre mal allen voran die beiden Wiener Peter und Sebastian, zu denen ich den ersten Kontakt beim Wien Marathon hatte. Da haben mich die beiden frenetisch angefeuert. Obwohl wir bis dahin kein einziges Wort persönlich gewechselt haben. Kurz danach folgte der erste Lauf zusammen und einige weitere seitdem und sehr schnell war klar, da haben sich die richtigen getroffen. Danke Jungs für unsere geilen Longjogs und Trails, für die vielen anregenden 
Diskussionen sowohl in RealLife als auch via Twitter. Ihr hat mein Laufjahr 2013 zu einem besonderen gemacht. Hier sind wir 3 am Donaukanal wie man uns kennt 😀



Den Gunter  kenne ich auch aus Twitter. Dort ist er ein kleines rosa Duracell Häschen. Und genau so läuft er auch. Unermüdlich. Der Typ ist heuer 2013 Meilen gelaufen. Ein Wahnsinn und zu allem Überfluss setzt er sich spontan in den Zug, fährt von Linz nach Wien nur um mit Basti, Peter und mir rund um den Lainzer Tiergarten zu laufen. Ich sags euch. VERRÜCKT. So mag ich das. Der Gunter und ich haben nächstes Jahr ein paar Wettkämpfe zusammen geplant. Das wird ein richtiger Spaß. Das weiß ich jetzt schon. Auf  dem Bild könnt ihr mich zusammen mit Gunter und Maria sehen, die ebenfalls zu den tollen Menschen zählt, die ich heuer durchs Laufen und via Twitter kennen lernen durfte.


Und last but not least wären in dieser Aufzählung noch Christian und Demeter aka TriathlonDog zu nennen. Die Leistungsgruppe des Twitterlauftreffs. Christian lernte ich heuer schon bei den Wiener Halbmarathon Meisterschaften persönlich kennen, Demeter folgte dann in Berlin bei der Marathonmesse. Die beiden wollten in Berlin 2:29:59 laufen, sind leider knapp gescheitert aber trotzdem fantastische Zeiten gelaufen. Christian war sogar der beste Österreicher. Eure Leistungen spornen mich des öfteren an härter zu trainieren. Danke dafür. Und danke für eure Twitter Accounts. Daneben sieht meiner nur moderat verrückt aus. 🙂


Hier bin ich mit Christian (links) und Peter (Mitte) vor dem Halbmarathon in Wien. Mit Demeter hab ich leider kein Bild. Die Aufregung vor dem Berlin-Marathon war zu groß


So, das wars. Danke nochmal allen Beteiligten für dieses tolle Laufjahr. In 2013 wurden auch große und noch größere Ziele geboren. Aber dazu mehr, wenn die Zeit reif ist.

Meine nächsten sicheren Ziele sind die sog Ketterechts-Challenge. Ein weiterer Twitterati, ebenfalls ein Christian aka @_ketterechts ist 2013 den Wien- und den Linz-Marathon innerhalb einer Woche gelaufen. Eine Herausforderung, der ich mich auch gerne, zusammen mit Gunter, in 2014 stellen möchte. Und natürlich dann als Höhepunkt im Mai der Rennsteiglauf, 72,7 km, 1400 Höhenmeter. Auch den werde ich zusammen mit Gunter in Angriff nehmen. Was der Herbst bring wird man sehen. Geordi goes Ultra. So viel steht jedenfalls fest 🙂

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