Berlinmarathon 2012

Der zweite Marathon in einer europäischen Hauptstadt in diesem Jahr für mich, einer der 5 größten Marathons der Welt, Weltrekordstrecke usw. Es fällt leicht Superlative für diesen Lauf zu finden. Was es aber wirklich bedeutet in Berlin zu Laufen kann man schon ein bisschen bei der Startnummernausgabe erspüren. Eine riesige Marathonmesse, und schon Samstag früh lange Schlangen bei der Startnummernausgabe. Von anderen Läufern habe ich später dann noch erfahren, dass Nachmittags die Messe teilweise geschlossen werden musste wegen Überfüllung. Aber kommen wir zum wichtigsten, der Lauf am Sonntag.
Schon wenn man am Hauptbahnhof aussteigt und sich in den Lindwurm der anderen Läufer einreiht um zum Startbreich zu kommen kribbelt es gewaltig. Die Klamottenabgabe, die Duschzelte, Umkleidezelte alles in einer Dimension die einem den Mund offen stehen läßt. Aber auch die Wege, die zurückzulegen sind. Nach etwa 2 km Fußmarsch war ich dann endlich in meinem Startblock angekommen. Leider Startblock E mit Zeiten von 3:15-3:30. Das ganze deswegen, weil ich mich mit meiner Marathonzeit vom VCM von Vorjahr (3:18) angemeldet habe 🙁 Da wusste ich schon, dass die ersten km zäh werden können. Aber egal, erstmal den Start genießen. Ein wirklich geiles Gefühl mit fast 41 000 anderen gleich den BMW Berlin Marathon in Angriff zu nehmen. Und los gehts. Und wie erwartet sind die ersten Meter Slalom, ZickZack was weiß ich. Nach einer kleinen Entspannung durch den Kreisverkehr, einem kleinen Gruß an 2 Läufer der DJK Vorra, wurde es wieder enger und bis zum Bundeskanzleramt bei km 6 war keine richtige Besserung in Sicht. Da hieß es also kämpfen. Aber schon hier hatte ich mindesten 30 sec Rückstand auf meine Marschtabbelle. Kein sehr guter Start. Von da an wars aber dann ganz o.k. zu laufen. Wahrscheinlich weil ich die Straßen breiter und die Leute etwas weniger wurden. Und dann lief es auch bei mir wieder runder. Die nächsten km bis zum Halbmarathon konnte ich dann auch in der Marschtabelle  laufen und mir ging es eigentlich recht gut dabei. Auf diesem Abschnitt war leider etwas wenig los, so dass von der berühmten Berlin Stimmung nicht viel rüber kam. Meine HM Durchgangszeit war dann mit 1:30:26 noch gut dabei und es war noch alles möglich. Leider gings dann von da an schon etwas bergab mit mir. Ich musste mich immer mehr quälen um meine geplanten 4:15 min/km zu laufen. Es hat aber nur noch ein paaar einzelne km gekklappt. Bei km 30 war ich schon 1min 42sec hinter meiner Zielzeit. Jetzt hieß es alles oder nichts und ich habe nochmal alles riskiert. Aber ich hab mich dann wahrscheinlich übernommen. Und unter 4:19 min/km bin ich auch nicht mehr gekommen. Und meine beiden letzten Kilometer mit 4:55 waren dann auch kein Ruhmesblatt mehr. Trotzdem konnte ich noch eine persönliche Bestzeit ins Ziel retten und meine Zeit vom VCM um mehr als 3 min verbessern. Ganz zufrieden war ich aber natürlich trotzdem nicht. Immerhin hatte ich mir ja die 3h als Ziel gesetzt. Naja so bleibt mir diese Ziel noch ein bisschen erhalten vermute ich.
Und hier noch mein kleines Fazit. Wer einen Marathon genießen will ist in Berlin richtig. Die Organisation ist schon Top. So ein Event zu stemmen, Hut ab. Dank an alle Helfer und auch an die Zuschauer. Für eine Bestzeit in Berlin ist allerdings etwas mehr Planung nötig. Vielleicht bin ich aber auch nur etwas unbedarft an die 3h Grenze gegangen. Oder vielleicht hab ich auch einfach nicht genug trainiert!
Hier ist noch der Link zum offiziellen Timing
Und hier ein Link zu ein paar Video-Szenen während des Laufes von mir. Ich bin der mit dem grünen Leiberl und den grünen Kompressionssocken

Hier die Daten von heute: 42,195 km 3:04:58 (4:23 min/km 13,69 km/h) Ø HF: 163 bpm

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